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Betr.: LOG IN Nr. 172/173, S. 101113 Von SCRATCH über BYOB nach JAVA Ein Unterrichtsbeispiel für Klassenstufe 10 Vielen Dank an die Autoren für diesen Artikel. Ich kann sie in dem Vorgehen nur bestärken, das objektorientierte Modellieren von der zusätzlichen Hürde des textbasierten Programmierens zu entlasten, die Modellierung durch eine visuelle Programmierumgebung zu unterstützen und damit zugleich den Einstieg in den Umgang mit klassischen Programmiersprachen zu erleichtern. Seit mehreren Jahren unterrichte ich selbst am Gymnasium in Bayern nach dem gleichen Konzept, allerdings mit wechselnden Programmiersprachen mehrfach PYTHON und SMALLTALK, im vergangenen Schuljahr auch einmal JAVA. Für die visuelle Programmierung setze ich sowohl SCRATCH als auch ETOYS ein und möchte von daher ein paar Dinge anmerken. Die Situation ist in Bayern insofern anders, als alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend in Jahrgangsstufe 6 einen Einblick in das Konzept von Klassen und Objekten und in Jahrgangsstufe 7 die Grundzüge der Ablaufmodellierung vermittelt bekommen, ehe sich für sie in der 10. Klasse mit der objektorientierten Programmierung ein Kreis schließt. Wenn man sich nach den eingeführten Schulbüchern orientiert, sind die üblichen Werkzeuge Robot Karol für die Ablaufmodellierung in der 7. Klasse und JAVA mit BLUEJ in Klasse 10. Da Robot Karol weder die objektorientierten Konzepte aus Jahrgangsstufe 6 aufgreift noch projektorientiertes Arbeiten wie im Lehrplan vorgesehen oder offene Aufgabenstellungen und damit einhergehende Binnendifferenzierung ermöglicht, setze ich stattdessen seit jeher mit großer Zufriedenheit SCRATCH ein. Der Vorteil gegenüber ETOYS besteht an dieser Stelle in meinen Augen vor allem darin, dass die Oberfläche intuitiver zu bedienen ist, weil sämtliche Werkzeuge zu sehen sind, und die stärkere Beschränkung weniger unvorhergesehene Fehler zulässt. Der Nachteil, keine eigenen Operationen schreiben zu können bzw. sich hier mit Broadcast-Nachrichten behelfen zu müssen (was die Bausteine ...